Horkheimer Max, Fromm Erich

Autorität und Familie – Allgemeiner Teil/ Sozialpsychologischer Teil

12,50 

3-4 Werktage

Nur noch 1 vorrätig

Beschreibung

Seinerzeit auf für SDS und Studentenbewegung wichtige Schrift. „Die maßgebende Theorie über Autorität und Familienhintergrund entwarf darin Erich Fromm. Er knüpfte an Freud an. Der hatte es so gesehen: Der kleine, etwa drei- bis sechsjährige Junge verliebt sich in seine Mutter und wird darum auf den Vater eifersüchtig. Der Vater wird sein gehaßter Rivale. Diese „ödipalen“ Wünsche sind unerfüllbar. Er muß sie aufgeben, und dieser Verzicht fällt ihm leichter, wenn er sich mit dem Vater „identifiziert“, dessen Gebote und Verbote zu seinen eigenen macht, wie später die Vorschriften von Erziehern, Lehrern, Vorbildern. Sie alle bilden sein Gewissen, sein „Über-Ich“. Das Über-Ich ist die verinnerlichte väterliche Autorität. Daß der Mensch später Autoritäten anerkennt, sich ihnen fügt, an sie glaubt, kommt daher, daß er die Normen seines Über-Ichs wiederum personifiziert. Alles in allem ist es die Familie, die die Bereitschaft bestimmt, Autoritäten zu suchen und anzuerkennen.Erich Fromm nun wendete diesen Ansatz ins Gesellschaftliche. Freud, sagte er, habe nur gesehen, daß die Autoritäten der Gesellschaft die Verlängerungen der Vaterfiguren seien; übersehen aber habe er, daß die Autorität der Väter ihrerseits nie absolut ist, sondern sich ihrerseits „an die in der Gesellschaft herrschende Autorität anschließe“. Aufgabe des Gewissens (der verinnerlichten Autorität) sei es, die Triebe zu unterdrücken. Je weniger Bedürfnisse in einer Gesellschaft oder Klasse befriedigt werden, um so größer sei auch die Notwendigkeit, Triebe zu unterdrücken. Je schlechter es einer Gesellschaft oder Klasse gehe, desto starrer und härter ihr Über-Ich“ (Die Zeit, 1981).

Zusätzliche Information

Gewicht600 g
Zustand

sehr guter Zustand, 92 S., kart.

Auflage

Raubdruck

Autor

Erscheinungsort

ohne Ortsangabe

Erscheinungsjahr

ohne Jahresangabe

Verlag