Steinacher Gerald

Hakenkreuz und Rotes Kreuz – Eine humanitäre Organisation zwischen Holocaust und Flüchtlingsproblematik

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Beschreibung

Das Rote Kreuz und dessen in der Schweiz ansässiges internationales Komitee, das IKRK, waren nie eine pazifistische Organisation – gemildert werden sollten lediglich bestimmte Auswüchse und Folgen von Kriegseinsätzen. Dennoch ist die moralische Integrität und internationale Reputation beträchtlich – bzw. war es zumindest bis zur NS-Zeit. Der Autor will erklärtermaßen keine Anklageschrift schreiben. Obgleich er betont, dass das Rote Kreuz oft die letzte in Kriegseinsätzen verbliebene Hilfsorganisation ist, kann er doch nicht umhin festzustellen, dass die Oberen des Roten Kreuzes und des IKRK gerade angesichts der Judenvernichtung lange schwiegen, sich gar anzupassen versuchten – zum Teil, da sie meinten, ansonsten niemanden helfen zu können (wobei sich diese Hilfe vor allem auf Kriegsgefangene bezog, weniger auf die jüdische Bevölkerung). Gerade weil man recht genau darüber informiert war, was vor sich ging, ist die weitreichende „Gleichgültigkeit“ doch erschreckend. Der Autor stellt diese Sachverhalte unaufgeregt und differenziert dar – und gerade darum sehr glaubhaft und solide recherchiert. (Rezension: Gerald Grüneklee)

Zusätzliche Information

Gewicht600 g
Zustand

sehr guter Zustand, 210 S., Pappband, geb., m. OU

Auflage

EA

Autor

Erscheinungsort

Innsbruck

Erscheinungsjahr

2013

ISBN/ISSN-Nummer

978-3-7065-4762-8

Verlag