Niggli Peter

Nach der Globalisierung – Entwicklungspolitik im 21. Jahrhundert

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Beschreibung

4 CD´s, gelesen von Norbert Hülm. Niggli geht nicht davon aus, dass sich die Globalisierung durch flankierende soziale Massnahmen zähmen lässt. Wenn das Monster der Deregulierung entfesselt ist, lassen sich kaum noch Elemente in der Gesellschaftsordnung verankern, die für Reste von sozialer Gerechtigkeit – gar noch im weltweiten Maßstab – bürgen können. Das vorliegende Buch gibt daher Eckpfeiler für einen grundsätzlichen Kurswechsel vor. Niggli ist Geschäftsleiter einer schweizerischen Arbeitsgemeinschaft von entwicklungs- und sozialpolitischen Hilfswerken, deren Leitlinien hinsichtlich der internationalen Wirtschaftspolitik, Global Governance und Entwicklungszusammenarbeit er hier zusammenfasst. Zentrale Stichworte dafür sind u.a. die Re-Regulierung der Finanzmärkte (z.B. mittels Tobinsteuer, Schliessen von Steuerschlupflöchern etc.), Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen, Sicherung der globalen öffentlichen Güter, Entschuldung und Armutsbekämpfung. Wichtigen Stellenwert nimmt auch die Kritik der Welthandelsorganisation WTO ein, deren Initiativen zum Schutz geistigen Eigentums (Trips) und zu Freihandel er deutlich kritisiert. Insgesamt bietet der Band eine gute zusammenfassende Agenda dessen, was im Sinne einer menschenwürdigen, gerechten und nachhaltigen Sozialordnung zu tun wäre. Allerdings kritisiert Niggli zwar IWF, Weltbank und WTO, fordert jedoch eine Stärkung der sozialen Faktoren des Staates – als ob sich die Staaten nicht sehr willig aus ihrer sozialen Verantwortung gezogen hätten. Hier sieht Niggli offensichtlich immer noch Chancen, zu einem irgendwie „guten“ Staat zu kommen, statt auch auf dieser Ebene den Kurswechsel z.B. zu basisdemokratischen Organisationsformen zu vollziehen.

Zusätzliche Information

Gewicht200 g
Zustand

Ca. 231 Min. Laufzeit

Autor

Erscheinungsort

Daun

Erscheinungsjahr

ca. 2005

Verlag