Camus Albert

Die Pest – Roman

12,00

3-4 Werktage

Nur noch 1 vorrätig

Artikelnummer: 4827 Kategorien: , Schlagwörter: ,

Beschreibung

„In seinem bekanntesten Buch beschwört Camus eine Pestepidemie in der algerischen Stadt Oran, wo er Jahre seines Lebens verbracht hat. Der anachronistische ´Pestzustand´ symbolisiert – in einem realistisch-magischen Bild – nicht nur die Jahre der Okkupation, die bis ins Detail: Belagerungszustand, Konzentrationslager, Verbrennungsöfen, durchscheinen, sondern darüber hinaus den totalen Staat schlechthin, dessen Schrecken in kafkaeske Dimensionen wachsen. Im Mittelpunkt des Geschehens steht der Arzt Bernard Reiux, mit dem sich Camus so weit identifiziert, dass er ihm die Autorenschaft des Berichtes zuschreibt“ (Jürgen Rühle). Das Buch erlebte 2020 eine Renaissance, vermutlich kein Zufall in Zeiten der Corona-Pandemie. Vor allem in Frankreich und in Italien steigen derzeit die Verkaufszahlen des Buches. Auch Rowohl hat eine Auflage nach der anderen nachgedruckt seit Anfang März. Schon der Titel habe Signalwirkung, so Jürgen Ritter von der Pariser Sorbonne. „In seinem 1947 veröffentlichten Roman erzählt der französische Existenzialist davon, wie die Einwohner der nordalgerischen Hafenstadt Oran sich ein Jahr lang gegen die titelgebende Seuche stemmen. Natürlich sind Pest und Corona nicht vergleichbar, ebenso wenig die medizinischen Bedingungen damals (das Buch spielt in den 1940er-Jahren) und heute. Und doch gibt es Parallelen zur derzeitigen Pandemie“ (ntv). Dabei stellt Camus´ Buch eine Allegorie dar – die Seuche, das waren die Nazis. Diese Seuche, die ist überall, und sie betrifft alle, ganz gleich, wie sie zu ihr stehen. Die Hauptperson ist der Arzt Dr. Rieux, der zu seiner aufopferungsvollen, nimmermüden Arbeit im Buch sagt: „Bei alledem handelt es sich nicht um Heldentum. Es handelt sich um Anstand. Das ist eine Idee, über die man lachen kann, aber die einzige Art, gegen die Pest anzukämpfen, ist der Anstand“. Wie gesagt ersetze „Pest“ durch „Nazis“. Mehr noch: „Weil die Plage das Maß des Menschlichen übersteigt, sagt man sich, sie sei unwirklich, ein böser Traum, der vergehen werde“. Das hofft(e) man in der Tat, bei der Pest, bei den alten und neuen Nazis, beim Coronavirus ebenso wie bei den Maßnahmen gegen die Pandemie. Eine „Normalität“ aber, die wird es nach keiner dieser Seuchen mehr geben. (Zusammenstellung: Gerald Grüneklee)

Zusätzliche Information

Gewicht 600 g
Zustand

sehr guter Zustand, 350 S., kart.

Auflage

(Originalausgabe Paris 1947, deutschsprachige Erstausgabe Abendlandverlag, Innsbruck 1948, erste deutsche Ausgabe dann im Rauch Verlag, Bad Salzig 1949)

Autor

Erscheinungsort

Reinbek b. Hamburg

Erscheinungsjahr

2000

ISBN/ISSN-Nummer

3-499-22500-X

Verlag