Federici Silvia

Die Welt wieder verzaubern – Feminismus, Marxismus und Commons

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Beschreibung

verlagsfrisch; „Silvia Federicis neueste Veröffentlichung versammelt Analysen aus den späten 1980er- und frühen 1990er Jahren neben neuen Aufsätzen. Das Buch zeigt erneut, weshalb Federici schon seit Jahrzehnten in Ländern des globalen Südens so viel Aufmerksamkeit erfährt. Ihr Blick auf die Verwerfungen, die der Kapitalismus über die Welt bringt, ist nicht eurozentrisch… So erzählt die erste Hälfte des Buchs vor allem vom globalen Verlust alter Commons. Die zweite Hälfte beschäftigt sich mit der Frage, was neue Commons sein können, wie sie geschaffen werden, wo sie Kämpfe gegen Ausbeutung ermöglichen und wie sie auf die Möglichkeit einer anderen, solidarischeren Form der Gesellschaft hinweisen… Federici wählt einen feministischen Blick auf verschiedene Arten von Commoning und beschreibt von Frauen betriebene Genossenschaftsbanken, den gemeinsamen Gemüseanbau in der Stadt oder Einkaufs- und Koch-Kollektive in Chile und Peru. Sie fasst diese Praktiken zusammen als ´die Errichtung autonomer Räume, von denen aus der Einfluss des Kapitalismus auf unser Leben untergraben werden kann.´ (S. 168)… Das letzte Drittel des Buchs beschäftigt sich eingehend mit Marx‘ und Engels‘ Werk und versucht, darin die Rolle der Hausarbeit zu finden und zu ergänzen. Marx und Engels behaupten noch, der Kapitalismus und die Industrialisierung wären notwendige Schritte in Richtung einer befreiten Gesellschaft, weil sie die Menschen aus der Isolation des Landlebens herausreissen und Kooperation und Wissensaustausch im grossen Stil überhaupt erst ermöglichen würden. Dem widerspricht Federici aus der historischen Erfahrung des globalisierten Neoliberalismus, der die Menschen vereinzelt. Die Kooperation müsse heute ´aus den Aktivitäten des Commoning wie Urban Gardening, Zeitbanken und Open Source kommen, die selbstorganisiert sind und Gemeinschaft sowohl erfordern als auch produzieren´ (S. 250)… Es gibt Hoffnung, Federicis feministischen und an aussereuropäischen Gesellschaften geschulten Ausführungen zum Stand der Kämpfe gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung zu folgen. Nur die Form des Buches aus Sammlung älterer und neuerer Aufsätze ist ein wenig sperrig geraten und an manchen Stellen redundant. Wer andere Werke Federicis kennt, wird viel Bekanntes, aber auch einiges Neues finden – und Interviews mit ghanaischen Strassenverkäuferinnen in Zukunft anders lesen“ (kritisch-lesen.de).

Zusätzliche Information

Gewicht 600 g
Zustand

sehr guter Zustand, 300 S., Klappenbroschur

Reihe

kritik & utopie

Auflage

dt.EA

Autor

Erscheinungsort

Wien

Erscheinungsjahr

2020

ISBN/ISSN-Nummer

978-3-85476-693-3

Verlag