Tolmein Oliver

Vom Deutschen Herbst zum 11. September – Die RAF, der Terrorismus und der Staat

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Beschreibung

Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit den antiimperialistischen Positionen der RAF, die sich, so Tolmein, weniger mit dem Nationalsozialismus der Deutschen als vielmehr mit den USA als imperialistischem Zentrum beschäftigt habe – und damit den verbreiteten, nach 1945 in der deutschen Mehrheitsgesellschaft ebenfalls virulenten Antiamerikanismus reproduziert habe. Zudem sei die RAF von nationalistischen und antisemitischen Denkmustern dominiert gewesen – eine sicher nicht ganz falsche Kritik, die aber an dem Punkt, wo die Guerilla implizit in die Nähe islamistischer Fundamentalisten gerückt wird, nicht so ganz überzeugt. Im zweiten Teil werden die Reaktionen der BRd auf die RAF mit jenen in den USA nach dem Anschlag auf das World Trade Center verglichen. Im dritten Teilen werden charakteristische Texte der RAF von 1971 bis zu ihrer Auflösung 1998 dokumentiert und kommentiert, die teils bereits in dem Band „Stammheim vergessen“ abgedruckt wurden, doch ist dieser Band mittlerweile vergriffen. Auch vor dem Hintergrund der erhitzten Diskussionen um eine vorzeitige Entlassung aus der langjähigen Haft der beiden RAF-Gefangenen Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar ist dieses Buch interessant zu lesen.

Zusätzliche Information

Gewicht 600 g
Zustand

schiefgelesen, sonst gut erh., 256 S., Kart.

Autor

Erscheinungsort

Hamburg

Erscheinungsjahr

2002

ISBN/ISSN-Nummer

3-89458-204-9

Verlag