Strohmeyer Arn

Von Hyperborea nach Auschwitz – Wege eines antiken Mythos

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Beschreibung

Wer in der Welt antiker, griechischer Mythen nicht so bewandert ist, hat meistens noch nicht viel von bzw. über die Hyperboräer (nach einer anderen Schreibweise auch Hyperboreer) gehört. Das dies eine Bildungslücke ist, der abgeholfen werden sollte – was mit diesem Buch auch gelingt – ,macht der Autor deutlich. Denn der Mythos von den „Menschen des Nordens“, zu denen der Sage nach Apoll die Verbindung gehalten hat, ist keineswegs nur für an der Sagenwelt interessierte Menschen relevant. Schliesslich lässt sich eine ideologiegeschichtliche Verbindungslinie von der deutschen Romantik – die diesen Mythos wieder aufgriff – über Nietzsche (der die Hyperboreer als Vorgänger der Übermenschen ansah und seinen Anti-Christ mit den Worten „Wir sind alle Hyperboräer“ eröffnete) über die Theosophie der Madame Blavatsky, die Anthroposophie des Rudolf Steiner und die Ariosophie von Guido List und Lanz von Liebenfels bis zu Julius Evola und den Nazis ziehen. Wenn auch der Buchtitel unglücklich gewählt ist – die angedeutete Kausalität lässt sich nicht belegen, der Autor behauptet dies auch nicht – ,so war der Hyperboräer-Mythos für die ideologische Versatzkiste der Nationalsozialisten und deren Legitimationsversuche von grosser Bedeutung. Zudem lässt sich anhand der Rezeption des Mythos auch deutlich die Verbindungslinie von Okkultisten und Esoterikern zu alten und neuen Nazis nachweisen. Ein Buch, dass Antifaschisten und Esoterikkritiker lsen sollten, ein Buch, das zugleich ein Plädoyer dazu ist, statt auf Mythen zu schielen lieber Verstand und Vernunft zu bemühen!

Zusätzliche Information

Gewicht 600 g
Zustand

sehr guter Zustand, 158 S., kart.

Reihe

Hochschulschriften 58

Autor

Erscheinungsort

Köln

Erscheinungsjahr

2005

ISBN/ISSN-Nummer

3-89438-328-3

Verlag